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2021/12/11 Soloklavierwerke von Fanny Hensel, Anna Bon di Venezia und Katharina Weber


Termin Details


Programm
Fanny Hensel (1805-1847)
Sonata o Capriccio (1824)
Adagio – Andante sostenuto e con espressione – Allegro molto

Anna Bon di Venezia (1738-?)
aus 6 Sonaten op.2 (1757)
Sonate I g-moll
Allegro – Andantino – Allegretto
Sonate II B-dur
Allegro non molto – Andante – Allegro

Katharina Weber (*1958)
Klavierstücke
1. One More Animal For Márta’s Garden (2021, UA)
2. à Patrick Herbert (1995)
3. Ein kleines Tänzchen für Erika Radermacher zum 80. Geburtstag (2016)
4. Hommage à Urs Peter Schneider (2019)
5. „quasi campane“ für Gertrud Schneider mit Glückwünschen zum 80. Geburtstag (2020)
6. Für Barbara Sandmeier zum 60sten „Das Gute am Aelterwerden: man tanzt immer cooler“ (2020)
7. Doppelbödige Harmonielehre für Anouk (2013)
8. Nebelhorn (für Estelle von ihrer Klavierlehrerin Katharina Weber, 1994)
9. Ein Winken von ferne für Heinz Holliger (2020, UA)
10. Windhauch in den Blättern für Márta und György Kurtág mit unendlichem Dank (2018)

Anna Bon di Venezia
Sonate V h-moll
Allegro moderato – Adagio non molto – Allegro
Sonate IV C-dur
Allegro – Largo – Allegro assai

Fanny Hensel
Sonate in g-moll (1843)
Allegro molto agitato – Scherzo – Adagio – Finale. Presto / Allegro moderato e con espr.

Dauer ca 65 Minuten
Eintritt regulär: 30€, ermäßigt 20€

 

Drei Komponistinnen aus drei Jahrhunderten…die älteste ist Anna Bon di Venezia, von der man nicht einmal weiss, wann sie verstorben ist. Sie wird von ihren Eltern, selbst Sänger*innen, ins Ospedale della Pietà in Venedig zur Erziehung gegeben, wo sie eine fundierte geistige und künstlerische Ausbildung erhält. Ihre bekannten Kompositionen, darunter die Flötensonate op.1
und vorliegende Klaviersonaten, sind in Weimar entstanden, wo sie als Hofmusikerin und Komponistin angestellt war . Danach verliert sich ihre Spur…ihr Sonatenwerk bildet eine eigene
Stimme und Aesthetik inmitten der viel bekannteren Kollegen Domenico Scarlatti, C.Ph.E. Bach und dem jungen Joseph Haydn und steht dem Werk der Letztgenannten in nichts nach. Höchste Zeit, dass sie auch auf dem modernen Klavier gespielt wird!

Fanny Hensel ist die wohl bekannteste Tonsetzerin des 19. Jahrhunderts und muss mit Kollegen wie Chopin und Schubert in einem Atemzug genannt werden, von solch grosser Eminenz und
Strahlkraft ist ihr pianistisches und kammermusikalisches Werk! Schon ihre frühen Kompositionen (wie die Sonata o Capriccio eine ist) atmen den Geist der damals sich entfaltenden Bewegung der Romantik vollends, sind von einer harmonischen Kühnheit und von grandiosem Formbewusstsein geprägt. Die Sonate g-moll ist wohl eines ihrer besten Werke. Fünfzehn Jahre vor Liszt erreicht Fanny Hensel hier eine quasi Einsätzigkeit mit verschiedenen sich ablösenden Episoden. Neuere und neuste Klaviermusik kommt von der Berner Pianistin und Komponistin Katharina Weber. Sie schafft in ihren Klavierminiaturen ein reiches und klanglich vielseitiges Panoptikum. Die Thematik in den zehn Stücken dreht sich um das Thema Student*in – Meister*in in verschiedenen Facetten. So versteht sich die Komponistin selbst als Lehrende wie auch als stetig Lernende. Katharina Weber hat sich als Pianistin und Improvisatorin weit herum einen Namen verschafft mit Auftritten an renommierten Festivals. Sie doziert Klavier und Improvisation an der HKB und an der Musikschule Konservatorium Bern.

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