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Chronik |
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1805
1809
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1812 Geburt des jüngsten Bruders Paul am 30. Oktober. 1816 Evangelische Taufe der vier Mendelssohn-Kinder am 21. März in der Jerusalemskirche. Fanny nimmt den Taufnamen Cäcilia an. Im Sommer reist die Familie nach Paris. Fanny und Felix erhalten Klavierstunden bei der Pianistin Marie Bigot. Nach der Rückkehr übernimmt der Clementi-Schüler Ludwig Berger in Berlin die pianistische Ausbildung der Geschwister. Später bekommt vermutlich auch Fanny, nicht nur Felix, Unterricht bei Ignaz Moscheles. |
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1817 Fanny spielt ihrem Vater die 24 Präludien aus dem ersten Teil von Bachs Wohltemperiertem Klavier auswendig vor. |
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1819 Fanny und Felix werden Kompositionsschüler von Carl Friedrich Zelter. Fannys erste überlieferte Komposition ist ein Lied zum Geburtstag des Vaters am 11. Dezember: Ihr Töne schwingt euch fröhlich. Der Philologe Karl Heyse unterrichtet die Mendelssohn-Kinder als Hauslehrer in den allgemeinen Fächern einschließlich der Naturwissenschaften. Fanny lernt vermutlich Französisch und Italienisch. Fanny und Felix werden auf offener Straße als Juden beschimpft. |
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1820
Fanny und Felix beginnen im März ihre ersten Kompositionsalben. Fanny komponiert zahlreiche Lieder, Chöre und Klavierstücke. Am 21. Mai wird Fanny in der Parochialkirche konfirmiert. Am 1. Oktober treten Fanny und Felix in die von ihrem Lehrer Zelter geleitete Berliner Singakademie ein. |
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1821 Fanny begegnet dem Maler Wilhelm Hensel, ihrem zukünftigen Ehemann. Felix reist mit Zelter zu Goethe nach Weimar. Im Hause Mendelssohn finden die ersten »Sonntagsmusiken« statt, private Konzerte mit professionellen Musikern. Fanny tritt als Pianistin, vermutlich auch als Dirigentin und Komponistin hervor. Unter den Zuhörern befinden sich in den zwanziger Jahren die Brüder Humboldt, Hegel, Rahel und August Varnhagen von Ense, Droysen, Zelter und A. B. Marx. |
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1822
Die Familie reist in die Schweiz. Auf der Rückreise lernt Fanny Goethe kennen. Sie schreibt Lieder und ein Klavierquartett 1823 Am 23. Februar erhält die Familie die Genehmigung zur Führung des zusätzlichen Nachnamens Bartholdy. Im Herbst geht Wilhelm Hensel mit einem Kunststipendium nach Rom. Fanny komponiert Lieder, Klavier- und Kammermusik 1824 Fannys Lied Die Schwalbe erscheint anonym im Almanach Rheinblüthen. |
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1825 Die Familie bezieht das Anwesen in der Leipziger Straße Nr. 3. Die »Sonntagsmusiken« bekommen im Gartensaal des Hauses einen größeren Rahmen. 1826 |
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1829 Am 23. Januar verlobt sich Fanny mit Wilhelm Hensel. Hensel wird in die Akademie der Künste aufgenommen und zum Hofmaler ernannt. Felix leitet am 11. März die Wiederaufführung von Bachs Matthäuspassion in der Singakademie. Zwischen April und Dezember hält sich Felix in England auf, Fanny widmet ihm ihren Liederkreis. Fanny und Wilhelm heiraten am 3. Oktober, das Paar bezieht die Gartenwohnung auf dem elterlichen Grundstück. Die »Sonntagsmusiken« werden vorübergehend eingestellt. Zur Silberhochzeit der Eltern im Dezember schreibt Fanny Die Hochzeit kommt für Soli, Chor und Orchester. |
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1830 Am 16. Juni wird Sebastian Hensel als einziges Kind von Fanny und Wilhelm Hensel geboren. In seinem op. 9 veröffentlicht Felix Mendelssohn Bartholdy drei Lieder seiner Schwester.
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1831 Fanny Hensel komponiert drei Kantaten Lobgesang, Hiob und die Cantate. Nach Aufhören der Cholera in Berlin (Oratorium nach Bildern der Bibel). Sie nimmt die »Sonntagsmusiken« in eigener Regie wieder auf und führt sie als bedeutende kulturelle Institution des Berliner Musiklebens bis zu ihrem Tod fort. Zu den Gästen zählen neben vielen anderen berühmten Musikern Liszt und das Ehepaar Schumann. Fanny gründet und leitet im Rahmen der »Sonntagsmusiken« einen Chor, wirkt als Komponistin, Dirigentin, Pianistin und Organisatorin.
1832
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1833 Fanny Hensel führt Glucks Orpheus bei den »Sonntagsmusiken« auf. Felix Mendelssohn Bartholdy wird Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf |
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1834
1837 |
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1840 Wichtige künstlerische Anregungen erfährt Fanny durch die französischen Stipendiaten der Villa Medici. Sie freundet sich mit dem jungen Komponisten Charles Gounod an, schreibt und skizziert zahlreiche Klavierwerke und Lieder. Von Juni bis September reist das Ehepaar über Neapel, Genua, die Schweiz und Frankfurt nach Berlin zurück.
1841
1843 |
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1845 Hensels reisen im Januar nach Florenz, um Fannys dort erkrankte Schwester Rebecka zu pflegen. Im August treffen sie wieder in Berlin ein. 1846 Der Referendar Robert von Keudell (1824 - 1903) ermutigt Fanny Hensel zum Komponieren und Publizieren. Die Verleger Schlesinger und Bote machen ihr Angebote. Sololieder, Klavierstücke und Chorlieder erscheinen als op. 1-3. Felix gibt halbherzig seinen »Handwerkssegen« dazu. Fanny Hensel schreibt das Klaviertrio d-Moll. 1847 Fanny Hensel veröffentlicht weitere Klavierstücke als op. 4 und 5. Erste Rezensionen ihrer Werke erscheinen. Während der Probe zu einer »Sonntagsmusik« klagt Fanny Hensel am 14. Mai über das Versagen ihrer Hände. Sie stirbt am selben Tag an einem Gehirnschlag. Auf dem Dreifaltigkeitskirchhof in Berlin wird sie beigesetzt. Felix Mendelssohn Bartholdy stirbt ein halbes Jahr später am 4. November. |
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