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Romantik |
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Historisches |
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Frühromantik
ca. 1800-1830 |
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Der Begriff der Frühromantik macht
insbesondere in bezug auf den deutschen Sprachraum Sinn,
da in diesem Zeitraum das Wirken Carl Maria von Webers
und Franz Schuberts im Vordergrund steht. Auch nimmt der
Dichter und Komponist E. T. A. Hoffmann im Übergang von
der Klassik zur Romantik eine wichtige Stellung ein.
Beeinflusst wird die Frühromantik von der deutschen
literarischen Romantik.
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E. T. A. Hoffmann (1776-1822)
Der Dichter und Komponist Ernst Theodor Wilhelm („Amadeus“) Hoffmann wird in Königsberg geboren und begibt sich nach abgeschlossenem Jurastudium in den Preußischen Staatsdienst nach Posen, bevor er aufgrund allzu kritischer (poetischer) Auseinandersetzungen mit der kleinstädtischen Provinzwelt nach Plock strafversetzt wird. Ab 1808 wirkt Hoffmann als Theaterkapellmeister in Bamberg und wird wenige Jahre später zum Orchesterdirigenten der Theatergruppe in Dresden und Leipzig gewählt. Sein Kompositionsstil ist als Mischung zwischen Klassik und Frühromantik zu bezeichnen, was sich in seinem Oeuvre nachvollziehen lässt, zu dem Singspiele (u.a. Die lustigen Musikanten, 1805), Opern (u.a. Undine, 1816), Klaviersonaten, Kammermusik und eine Sinfonie gehören. Hoffmann kommt insbesondere als Dichter und im Rahmen seines Wirkens als Verfasser analytischer Ausarbeitungen über Musik große Wichtigkeit zu.
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Bettine von Arnim (1785-1859)
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Giacchino Rossini (1792-1868) In Pesaro geboren, fällt Opernkomponist Rossini insbesondere durch die Weiterführung mozartscher Operntraditionen auf. Sein Opernschaffen umfasst circa vierzig Werke, bei denen vor allem komische Charaktere und Situationen dargestellt werden. Als Höhepunkt kann sicherlich der Barbier von Sevilla angesehen werden (1816), bevor er 1829 mit Wilhelm Tell die Zeit der „Grand Opéra“ in Frankreich vorbereitet, wo er von den 1820 Jahren bis zu seinem Tod unter anderem als Leiter der italienischen Oper wirkt.
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Annette Freiherrin von Droste-Hülshoff
(1797-1848) Die deutsche Dichterin und Komponistin wird am 14. Januar 1797 auf Schloß Hülshoff in Westfalen geboren. Ihr Vater ist ein bekannter Geiger und Komponist. Von Droste-Hülshoff erhält ihre erste musikalische Ausbildung bei dem Organisten Ketteler in Hohenholte. Sie erlernt das Klavierspiel, erhält Gesangsunterricht und schreibt erste Kompositionen. Ihr Onkel Maximilian Friedrich, ebenfalls ein angesehener Komponist seiner Zeit, verfasst eigens für sie eine Musik- und Kompositionslehre. Nach eigener Aussage komponiert Annette von Droste-Hülshoff, um die Begrenzung ihrer und anderer Dichtungen durch das Wort zu überwinden und diese in der Musik zu höchster künstlerischer Entfaltung zu bringen. Sie vertont Texte von Byron, Goethe, Brentano und widmet sich der Sammlung und Erhaltung des Volksliedgutes ihrer Heimat. Die vollständige Bearbeitung des "Lochamer Liederbuches" für eine Singstimme mit Klavierbegleitung ist ihr zu verdanken. Als die höchste Ausdrucksform musikalisch-dramatischen Schaffens betrachtet Annette von Droste-Hülshoff die Oper. Ihre Opernentwürfe, die jedoch leider nur als Fragmente erhalten geblieben sind, behandeln Themen wie „Der Galeerensklave“, „König Erich“, „Babilon“, „Die seidenen Schuhe“ oder „Die Wiedertäufer“. Neben Bettina von Arnim gilt Annette von Droste-Hülshoff als die einzige herausragende Doppelbegabung des 19. Jahrhunderts. Obwohl von Droste-Hülshoff in der Musik ihre höchste künstlerische Verwirklichung sieht, wird sie als Dichterin berühmt. Sie stirbt am 24. Mai 1848 in Meersburg am Bodensee.
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Franz Schubert (1797-1827) Der 1797 in Wien geborene Franz Schubert zeigt sich bereits sehr jung als musikalisch hochbegabt. Er wird als Siebenjähriger Chorknabe an der Lichtentaler Pfarrkirche, in der er bis zu seinem Stimmbruch im Jahre 1813 wirkt. Franz von Schober, ein guter Freund Schuberts, mit dem er die Wohnung teilt, stellt ihm genügend Geldmittel zur Verfügung, welche ihm ein relativ unabhängiges Leben als Musiker ermöglicht. Eine außergewöhnlich starke Trennung vollzieht sich in der Biographie Schuberts: Dem öffentlichen Leben, charakterisiert durch lediglich ein (höchst erfolgreiches) Konzert 1828 in Wien und die Tätigkeit als Musiklehrer in der Esterházyschen Familie, steht ein erstaunlich ausgeprägtes musikalisches Privatleben gegenüber, welches durch häufige „Schubertiaden“ (Lese- und Musikabende im Freundeskreis, welche nicht selten in Zechgelagen enden) auszeichnet. Schubert stirbt 1828 an einer Typhusinfektion infolge einer Behandlung durch Quecksilberdampfbäder. Schubert zeichnet vor allem sein gigantisches Liedschaffen aus. Auch acht Sinfonien, zahlreiche Kammermusikstücke, Klavierstücke, Messen, Chormusikstücke und Bühnenwerke zählen zu seinem Oeuvre.
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Louise Farrenc (1805-1875) Als zweites Kind der Künstlerfamilie Dumont geboren, erhält Louise ihren ersten Klavierunterricht bei der Clementi Schülerin Anne-Elisabeth Cecile Soria, später wird Johann Nepomuk Hummel ihr Ratgeber in Fragen Klaviertechnik und Interpretation. Ab 1819 wird sie von Antonin Reicha in Harmonielehre und Komposition unterrichtet. Kurz nach ihrem 17. Geburtstag heiratet sie ihren Kammermusikpartner, den Flötisten Aristide Farrenc, der später zum Verleger ihrer Werke wird. Aus dieser Ehe geht 1826 als einziges Kind die Tochter Victorine hervor, die selbst eine hervorragende Pianistin wird und ab ihrem 14. Lebensjahr viele Werke ihrer Mutter uraufführt. Als erste Frau, die in einer Instrumentalabteilung des berühmten Pariser Instituts eine Professur erhält, wird Louise Farrenc 1842 Professorin für Klavier am Pariser Konservatorium. Zum kompositorischen Schaffen von Louise Farrenc gehören neben Orchesterwerken (drei Symphonien, zwei Ouvertüren) viele Klavierwerke, ihr Schwerpunkt liegt jedoch – im Gegensatz zum vorherrschenden Geschmack – auf der Kammermusik. Auf diesem Gebiet entwickelt Farrenc einen sehr persönlichen Stil, der die französische Eleganz, Spielfreude und Liebe zu Klangfarben mit dem eher verinnerlichten Gestus der deutschen Komponisten mischt. Charakteristisch für ihren Stil ist die Bevorzugung der Sonatenhauptsatzform gegenüber der Serenade und ihre Verpflichtung an die Klangwelt Schuberts. Für ihre Verdienste um die Kammermusik wird Farrenc in den Jahren 1861 und 1869 mit dem neu ausgeschriebenen Prix Chartier geehrt. |
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